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Seite 9 Gut Kaisersruh - Neues Projekt

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Seite 9 Gut Kaisersruh

Gut Kaisersruh


Gut Kaisersruh ist eine denkmalgeschützte ehemalige Hofanlage nördlich von Aachen. Sie befindet sich an der Bundesstraße 57 Richtung Würselen, zu dessen heutigem Stadtgebiet sie gehört. Gut Kaisersruh trägt auf der Würselener Denkmalliste die Nr. A51/P. Große Teile der Anlage waren lange Zeit als Ruine erhalten geblieben, mittlerweile ist das Anwesen seit 2018 jedoch wieder umfänglich restauriert.
Geschichte des Anwesens
Postkarte aus dem 19. Jahrhundert
Brücke zwischen den ehem. Fischteichen des Gutes mit den Initialen Ludwig von Fisennes
Garten mit Wandbrunnen
Die zunächst als Mauenhof bezeichnete Hofanlage wurde wohl im frühen 19. Jahrhundert von dem Mitglied des Aachener Domkapitels Ludwig von Fisenne (1768–1865) aus der wohlhabenden rheinisch-wallonischen Familie von Fisenne erworben. Er ließ auf dem Grundstück an den Hof ein neues Herrenhaus in klassizistischem Stil und einen Park im englischen Stil errichten.[1] Nach seinem Tod erbte sein Neffe und Spinnereibesitzer Ludwig Eugen von Fisenne (1810–1892) das Anwesen. Da auch er ohne Kinder blieb, überschrieb er Gut Kaisersruh nun seinem Neffen Pieter Maria George von Fisenne (1837–1914). Da dieser jedoch berufsbedingt in die Provinz Südholland zog, veräußerte er Kaisersruh dem Aachener Tuchfabrikanten Alfred Nellessen (1838–1902).
Erstmals auf Kartenwerken des Jahres 1846 sind Gebäude des Gutes erkennbar. Noch besser lassen sie sich auf den Karten der preußischen Landesaufnahme von 1895 bzw. 1910 fassen. Auf der Südseite befindet sich ein Bauernhof – der einzige für mehrere Jahrzehnte intakte und genutzte Teil des Anwesens. Zwischen 1904 und 1905 ließ Georg Nellessen (1875–1948), der Sohn von Alfred Nellessen, auf der Rückseite einen neobarocken Anbau erbauen. Anfang 1971 wollte die Erbengemeinschaft der Familie Nellessen auf dem Gut ein Restaurant der gehobenen Klasse mit Hotelbetrieb einrichten und den Park der Öffentlichkeit zugängig machen. Behördliche Auflagen verhinderten das jedoch und ein jahrelanger Rechtsstreit änderte daran nichts. Das Anwesen wurde nicht mehr bewohnt und benutzt, Plünderungen und Vandalismus brachten die ersten Zerstörungen und Witterungseinflüsse ließen das Gut in den nächsten Jahrzehnten zunehmend verfallen. Seitdem existierte Gut Kaisersruh bis etwa 2016 nur noch als Ruine.
Bereits in den 1870er-Jahren erhielt das Gut eine Eisenbahnanbindung über den 800 Meter nordwestlich gelegenen Haltepunkt Kaisersruh der Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich.[2] Er wurde 1973 ebenfalls außer Betrieb genommen.
Geschichte des Anwesens
Postkarte aus dem 19. Jahrhundert
Brücke zwischen den ehem. Fischteichen des Gutes mit den Initialen Ludwig von Fisennes
Garten mit Wandbrunnen
Die zunächst als Mauenhof bezeichnete Hofanlage wurde wohl im frühen 19. Jahrhundert von dem Mitglied des Aachener Domkapitels Ludwig von Fisenne (1768–1865) aus der wohlhabenden rheinisch-wallonischen Familie von Fisenne erworben. Er ließ auf dem Grundstück an den Hof ein neues Herrenhaus in klassizistischem Stil und einen Park im englischen Stil errichten.[1] Nach seinem Tod erbte sein Neffe und Spinnereibesitzer Ludwig Eugen von Fisenne (1810–1892) das Anwesen. Da auch er ohne Kinder blieb, überschrieb er Gut Kaisersruh nun seinem Neffen Pieter Maria George von Fisenne (1837–1914). Da dieser jedoch berufsbedingt in die Provinz Südholland zog, veräußerte er Kaisersruh dem Aachener Tuchfabrikanten Alfred Nellessen (1838–1902).
Erstmals auf Kartenwerken des Jahres 1846 sind Gebäude des Gutes erkennbar. Noch besser lassen sie sich auf den Karten der preußischen Landesaufnahme von 1895 bzw. 1910 fassen. Auf der Südseite befindet sich ein Bauernhof – der einzige für mehrere Jahrzehnte intakte und genutzte Teil des Anwesens. Zwischen 1904 und 1905 ließ Georg Nellessen (1875–1948), der Sohn von Alfred Nellessen, auf der Rückseite einen neobarocken Anbau erbauen. Anfang 1971 wollte die Erbengemeinschaft der Familie Nellessen auf dem Gut ein Restaurant der gehobenen Klasse mit Hotelbetrieb einrichten und den Park der Öffentlichkeit zugängig machen. Behördliche Auflagen verhinderten das jedoch und ein jahrelanger Rechtsstreit änderte daran nichts. Das Anwesen wurde nicht mehr bewohnt und benutzt, Plünderungen und Vandalismus brachten die ersten Zerstörungen und Witterungseinflüsse ließen das Gut in den nächsten Jahrzehnten zunehmend verfallen. Seitdem existierte Gut Kaisersruh bis etwa 2016 nur noch als Ruine.
Bereits in den 1870er-Jahren erhielt das Gut eine Eisenbahnanbindung über den 800 Meter nordwestlich gelegenen Haltepunkt Kaisersruh der Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich.[2] Er wurde 1973 ebenfalls außer Betrieb genommen.
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