Direkt zum Seiteninhalt

Seite 24 Evangelische Kirche - Neues Projekt

Regioobjektiv
Menü überspringen
Villa
Menü überspringen

Seite 24 Evangelische Kirche

Contacts > Ebene 5 Städtereisen > Ebene 6 Polenrundreise > Ebene 7 Landschaftsfotografie Spreewald > Ebene 8 Gemeindefahrten

Im Rahmen der Seniorenfreizeit besichtigten wir die evangelische Kirche, mit Führung .

Die Evangelische Kirche Essen-Werden ist eine Kirche im Essener Stadtteil Werden. Sie gehört zur Gemeinde Werden im Kirchenkreis Essen der Evangelischen Kirche im Rheinland. Eine Besonderheit der Kirche ist die für ein evangelisches Gotteshaus ungewöhnliche Innenraumgestaltung mit reichen floralen Elementen.
Geschichte
Die erste Erwähnung einer Reformatorischen Aktion in der katholischen Kirche von Werden geht auf den 29. September 1550 zurück, als der Mönch Peter Ullner das Abendmahl in beider Gestalt in der Kirche abhielt. 1650 erhielt die evangelische Gemeinde ein eigenes Bethaus ohne Turm und Geläut. Im Jahr 1832 entstand ein zweites evangelisches Gotteshaus in Werden, das heutige Haus Fuhr.
Nach Baubeginn 1897, auf dem Grund des ehemaligen Kranken- und Waisenhauses[1], wurde die Kirche am 24. Juni 1900 geweiht. Sie entstand zu einem großen Teil aus den Spenden der Familie Krupp, aber auch der Familien Forstmann, Feulgen, Huffmann und Teschemacher sowie durch viele Einzelspenden der damals wirtschaftlich reichen, selbständigen Stadt Werden.
In der Zeit des Kirchenkampfes während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Presbyterium der Gemeinde von den Deutschen Christen beherrscht. Die Anhänger der Bekennenden Kirche hielten ihre Gottesdienste außerhalb der Kirche ab. Erst 1945 kehrten sie wieder zurück.
Architektur
Die Architektur von August Senz richtete sich nach der St.-Ludgerus-Kirche. Man wollte ein harmonisches Gesamtbild der Stadt Werden mit ihren Türmen erreichen, und damit der Bedeutung der kleinen, etwa 3600 Mitglieder zählenden, aber reichen evangelischen Gemeinde Rechnung tragen. Ihrem Wunsch entsprechend sollte der Kirchbau ein protestantisches Monument im katholisch geprägten Werden darstellen. So entstand nach August Senz eine Zentralkirche mit modernen Stilelementen in Anlehnung an die deutsche Renaissance der Reformationszeit.
Das mit Tonnengewölben errichtete Gebäude wurde von August Senz im Stil des Historismus entworfen. Der Grundriss weist die Form eines griechischen Kreuzes auf. Dieses Kreuz findet sich auch im Rundfenster über dem Altar wieder. In die Ecken des Grundrisskreuzes wurden kleine Baukörper mit eigenen Dächern gesetzt, die aus der Kreuzform ein Quadrat werden ließen. So entstand die quadratische Halle, die man äußerlich kaum erahnt. Eine dreiseitig umlaufende Empore und Treppenhaustürmchen wurden für den für möglich gehaltenen Gemeindezuwachs auf bis zu 9000 Gemeindeglieder eingerichtet, der sich jedoch nie einstellte.
Heute ist der Unterhalt des Kirchengebäudes schwierig. Die Säulen, Sockel und Gesimse aus Sandstein verwittern, das Ziegelmauerwerk saugte durch die Einschusslöcher des Krieges Feuchtigkeit auf, was Pilzbefall und sich lösenden Putz zufolge hatte. 1975 und 1976 wurden alle Kupferdächer erneuert und damit das Eindringen von Nässe reduziert. In den Jahren zwischen 1987 und 2002 erfuhr das Gebäude umfangreiche Sanierungsarbeiten.
Kirche mit Innenraum
Made with WebSite X5
Zurück zum Seiteninhalt