Direkt zum Seiteninhalt

Gallarie mit eigenen und Internetbildern - Neues Projekt

Regioobjektiv
Menü überspringen
Villa
Menü überspringen

Gallarie mit eigenen und Internetbildern

Contacts > Ebene 5 Städtereisen > Ebene 6 Polenrundreise > Ebene 7 Landschaftsfotografie Spreewald > Ebene 8 Gemeindefahrten


Geschichte
Entstehung des Chorherrenstifts
Ausdehnung des Archidiakonats Xanten im 11. Jahrhundert
Das Viktorstift innerhalb Xantens im 15. Jahrhundert
Über Gräbern des 4. Jahrhunderts gab es mehrere Totengedächtnisräume. Im 6. Jahrhundert errichtete Bischof Everigisil von Köln am Ort eines verehrten Heiligen ein steinernes Oratorium, das dann sicher als christliches Gebäude gelten kann. Die erste Kirche aus karolingischer Zeit mit rechteckigem Chor lässt sich für das Jahr 752 belegen. In dieser Zeit entstand um die Kirche herum ein Stift der Kanoniker, das, im Glauben, dass es über den Grabstätten Viktors und seiner Gefährten angelegt sei, ad Sanctos (zu den Heiligen) genannt wurde. Erst nach dessen Gründung entwickelte sich angrenzend der heutige Stadtkern, auf den die Bezeichnung ad Sanctos überging, die sich schließlich zum heutigen Ortsnamen entwickelte. Das Stift wurde zu einer Stadt in der Stadt und war nur durch ein Nord- und ein Südtor (von denen heute nur noch das südliche existiert, welches durch eine eigene Kapelle erweitert wurde) mit dem weltlichen Xanten verbunden.
Die karolingische Kirche wurde zu Beginn des 9. Jahrhunderts neu errichtet. Nur wenige Jahrzehnte später begann bereits der Bau einer dreischiffigen Kirche, welche jedoch im Jahr 863 durch Normannen zerstört wurde. Später wurde an seiner Stelle ein zwischen 967 und 969 durch den Kölner Bischof Folkmar geweihter ottonischer Neubau errichtet. Dieser wurde nach Bränden im 11. und 12. Jahrhundert wiederhergestellt und im Jahr 1213 durch einen staufischen Westchor ergänzt.
Stiftskirche St. Viktor
Ab 1128 begann im Osten ein neuer Bau (1165 von Rainald von Dassel geweiht). Die Westfassade wurde von 1180/90 bis 1213 bis zum dritten Geschoss gebaut. Das große Maßwerkfenster ist später eingesetzt worden. Bis zu diesem Stadium war noch gar keine Zweiturmfassade geplant, jedenfalls nicht in dieser Klarheit. Die heutige Form ist ein Zugeständnis an die rheinische Zweiturmfassade des 13. Jahrhunderts.
Dann folgte am 22. August 1263 der Beginn des heute stehenden Neubaus im Osten durch Erzbischof Konrad von Hochstaden und dessen Bruder Friedrich, der zu dieser Zeit Propst des Archidiakonats Xanten war. Dieser Neubau dauerte bis 1437, jetzt natürlich in den Formen der Gotik, die ab 1248 durch den Kölner Dom im Rheinland machtvoll Einzug gehalten hatte. Von diesem Chor aus wurde im Laufe der Zeit mit langen Unterbrechungen die ganze Kirche gotisch verändert, bis auf die noch romanischen Untergeschosse der Westfassade.
Bis 1437 wurde der östliche Teil bis zum Lettner errichtet, zwischen 1483 und 1519 der westliche Teil mit Anschluss an den Westchor des romanischen Doms. 1544 wurde schließlich die Heilig-Geist-Kapelle geweiht und der Dom vollendet, welcher fortan der Mittelpunkt eines Archidiakonates war, welches den gesamten unteren Niederrhein umfasste und sich gegenüber dem Erzbistum Köln eine gewisse Selbstständigkeit erhalten konnte. So wurde das Vermögen des Stifts durch das Stift selbst verwaltet und die Wahl des Xantener Propstes geschah weitestgehend ohne Einfluss des Bistums. Auch vom weltlichen Xanten blieb das Stift weitgehend unabhängig. So genoss das ringförmig um den Dom gelegene Stift über Jahrhunderte Immunität, die Gerichtsbarkeit lag in Händen des Propstes als Oberhaupt des Stifts, dessen Bedeutung auch anhand der sieben ehemals bestehenden Klöster verschiedener Orden deutlich wird.
Der Dom hat kein Querhaus und dadurch ist eine ununterbrochene Längenausdehnung des Raumes entstanden, die die Breitenwirkung harmonisch aufgreift und einen majestätischen Gesamteindruck vermittelt, der anders ist als die nach oben gesteigerte Lichtmystik des Kölner Domes. Hier ist, obwohl es sich um eine Basilika handelt, fast der Raumeindruck einer Halle spürbar, die in der deutschen Spätgotik vorherrschend wird.
Stadtrundgang
Made with WebSite X5
Zurück zum Seiteninhalt